Cäcilienverein aktuell

Der neue Kalender 2018 ist online!!!

Liebe Sängerinnen und Sänger,

Weihnachten steht vor der Tür. Wir proben am 13.12.2018 um 19.30 Uhr im Martinussaal und am 20.12.2018 um 19.30 Uhr in der Kirche. Am 24.12.2018 singen wir um 17.00 Uhr in der Christmette. An diesem Tag treffen wir uns um 16.15 Uhr in der Kirche zum Einsingen. Bitte erscheint wie immer pünktlich!


Der Nikolaus begrüßte auch Projektsänger

(Lis) – „Alle Jahre wieder kommt….“ – der Nikolaus zum Cäcilienverein, um die Aktiven des Kirchenchors zu loben oder zu tadeln und auch, um kleine Geschenke an besonders „liebe“ Chorkinder zu verteilen. Kam er früher noch mit dem Schlitten (da gab es ja auch noch Schnee), hatte er in diesem Jahr seinen E-Scooter unter die Füße geschnallt und sein prall gefüllter Rucksack hing schwer auf dem Lenker. Bevor er jedoch seinen großen Auftritt hatte, gab es an den weihnachtlich sehr schön gedeckten Tischen ganz leckeren Glühwein und Dambedeis, beides gespendet von Heike Traunfelder, die ja erst vor 14 Tagen für 40 Jahre aktives Singen und Wirken im CV geehrt wurde. Liebe Heike, ganz herzlichen Dank noch einmal an dieser Stelle.

Eröffnet wurde die besinnliche Stunde von der Vorsitzenden Helga Bärenholz mit einem kleinen Gedicht von Phil Bosmans: „Feste sind ein Geschenk des Himmels, Freude ist der Funke, der bei allen Festen überspringen möchte. Wesentlich für alle echten Feste, ihre Grundmelodie, ist der Dank dafür, dass vieles in der Vergangenheit gut gegangen ist, dass wir heute davon leben und froh darüber sein können. Es gibt so viel Grund, zu feiern und dankbar zu sein.“ Mit „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und „Es kommt ein Schiff geladen“, begann die kleine Feierstunde, dazu trug Helga zwei schöne weihnachtliche Geschichten von Hubertus Brantzen (Türen der Hoffnung) und von Anselm Grün (Gott träumt den Menschen) vor. Dann wurde der Nikolaus mit „Lass uns froh und munter sein“ vehement gefordert und schweren Schrittes und leicht schwankend (vermutlich eine Überdosis Glühwein) kam er durch die Eingangstür des Martinussaales und überbrachte diesmal im schlichten roten Gewand Grüße von allerhöchster Stelle

Sein Lieblingskanal CV-TV hatte ihm berichtet – so erklärte er – dass sehr erfreulich mehrere Projektsängerinnen und Sänger der Einladung des Chores gefolgt seien, weihnachtliche Lieder im Chor einzustudieren, die dann am Heiligen Abend in der Christmette erklingen werden. Weiterein sah er im TV, dass ein neuer, blutjunger Sänger und noch dazu gut aussehend, die Damen im Chor in Wallung gebracht habe und das, obwohl er für die meisten Sängerinnen im Chor als Enkel durchgehen könnte. Ekstase auf der einen Seite, Schockstarre bei der Männerwelt auf der anderen Seite – lieber Miguel – wir müssen reden. Deine väterlichen Freunde im Bass werden Dich ab sofort unter ihre Fittiche nehmen, Dir das wahre Leben erklären und zudem versuchen, Dich vor den Angriffen der Damenwelt zu schützen. Der Nikolaus habe auch gesehen, dass unsere indische Tempeltänzerin Karin P. wieder in der Heimat sei und sich sehr auf westliche Chormusik freue oder dass eine nicht unwichtige Persönlichkeit des Vereins (Helga B.) nach einem Besuch im Backhaus – angeblich stocknüchtern – mit ihrem Auto stundenlang durch die Wälder des Kraichgau geirrt sei, Wildschweine sich nur mit Mühe wieder ins Unterholz haben retten können und das alles nur, weil sie bei der Ausfahrt vom Parkplatz statt nach links nach rechts abgebogen sei.

Dann wurde aber nur noch gelobt und reichlich himmlische Gaben verteilt. Für unseren Chorleiter Michael Schwarz gab es ein Sonderlob, natürlich für seine angenehme Art, den Chor sehr menschlich zu führen und trotzdem Leistung aus der Truppe heraus zu kitzeln. „Deine ruhige Art tut dem Chor gut, Du hast das Herz am rechten Fleck und Dein Minenspiel bei Chorauftritten ist genial, denn spätestens da wissen wir, ob unser Gesang brauchbar war oder nicht“ sagte der heilige Mann. Er lobte Heike Traunfelder für ihre Zuverlässigkeit als Notenwart und wichtiges Bindeglied zwischen Dirigent und Chor, Otmar Lisiecki für seine wohl formulierten Berichte im Amtsblatt und als Teamchef von RULI-Reisen für die Organisation und Durchführung der Ausflüge, die er mit seiner Frau Sibylla, sowie Lucia und Valentin (der mal wieder gefehlt hat) Ruppert gestaltet.

Bedankt wurden das stets präsente und fleißige Cateringehepaar Patrizia und Walter Hess, das Finanzteam Marita Silvery und Uwe Maier, Gisela Unmüßig für die Pflege der Homepage und die Tagesaktualität im Amtsblatt und der Chef vom Protokoll Hubert Schwab. Ebenfalls bedankt wurden die Veranstaltungsteams für Fasching Tanja Koch und Valentin Ruppert, für andere interne Veranstaltungen Hannelore Meizinger und Inge Schuster und „Sir Richard“ Neller für seine wichtige Tätigkeit Jubilare zu besuchen und Glückwünsche des Vereins zu überbringen. Ein besonderer Dank ging an Thomas Vollmer, den „Hof-Vothografen“, der alle wichtigen Ereignisse des Vereins in Bild und Ton festhält und am Bildernachmittag damit viel Freude bereitet. Thomas kann allerdings auch bisweilen ziemlich hinterhältig aus der Hüfte schießen…

Ein ganz besonderes Lob vom himmlischen Chef überbrachte der Nikolaus den drei Mädels Helga Bärenholz, Agnes Czemmel und Bärbel Helfrich für ihre Arbeit im Vorstand des Cäcilienvereins. CV-TV hätte ihm auch berichtet, dass das Dreigestirn es prima verstanden hätte, den Verein durch unaufgeregte und besonnene Arbeit im Hintergrund während des ganzen Jahres in ruhigem Fahrwasser zu halten. Euch ganz herzlichen Dank dafür. Ein weiteres Dankeschön ging auch an im Chor aktive Ausländer und Flüchtlinge. Gemeint hat der Nikolaus wohl die Ausländer Magdalena Mackert aus Wössingen und Klaus Volk aus Untergrombach und die Flüchtlinge Sibylla und Otmar Lisiecki aus Pfinztal.

Der regelmäßige Besuch der Singstunden ist für alle Sängerinnen und Sänger sehr wichtig, damit das einstudierte Liedgut auch eine gute Chance hat, sich in jedem einzelnen Kopf zu verfestigen, aber insbesondere auch, weil regelmäßiges gemeinsames Singen mit allen Sängerinnen und Sängern das Niveau des Chores steigert. Daher ist es toll – sagte der Nikolaus – dass im laufenden Jahr drei Sängerinnen nur einmal bei einer Singstunde gefehlt hätten, nämlich Hedwig Eidenmüller, Maria Maier und Anneliese Vollmer. Als kleiner Dank für deren Treue und Zuverlässigkeit gab es einen Blumengruß. Auch dankte der Nikolaus den zahlreichen Helfern im Hintergrund bei Veranstaltungen. „Der Cäcilienverein ist ein kleines Familienunternehmen, wo jeder mit eingebunden ist“, sagte einmal Helga Bärenholz, und recht hat sie. Ohne die Bereitschaft zu helfen, wenn Bedarf da ist, kann ein Verein nicht überleben und es ist umso schöner, wenn ein intaktes Vereinsleben so nach außen getragen werden kann.

Und dann kam noch einmal kurz Spannung auf, denn Roswitha Stark erzählte einen Weihnachtskrimi vom Jesuskind, das an Weihnachten aus der Jöhlinger Kirchenkrippe geklaut worden war. Da man vermutete, dass dies nicht der einzige Krippendiebstahl sein würde und um dem Dieb habhaft zu werden, versteckten sich Pfarrer Maiba im Beichtstuhl, Messner Bernhard Schaier hinter dem Altar und Valentin Ruppert auf der Empore. Nicht vergebens! Zwar kam es zu keinem weiteren Frevel an der Krippe, wohl aber tauchte am Kirchenportal ein kleiner blonder Junge auf mit dem Jesuskind auf dem Gepäckträger. Er erklärte den drei Versteckten, dass er dem Jesuskind schon im Advent versprochen hätte, dass es, wenn das Christkind ihm einen Roller brächte, mit ihm auf dem Träger des Fahrrades eine Ehrenrunde durch Jöhlingen machen dürfe. Und versprochen, ist schließlich ja versprochen…

Mit „Oh Heiland reiß die Himmel auf“ und einem Dank von Agnes an den Nikolaus, der mit einem lustigen Spruch und Elch – Kacke bedankt wurde (wo der doch gar keine Elche mehr kennt, als Mann der Moderne mit E-Scooter) endete die kleine Nikolausfeier.


Adventsausflug zum Barock-Weihnachtsmarkt nach Ludwigsburg

Am Samstag, 15.12.2018 fährt der Kirchenchor wie geplant zum barocken Weihnachtsmarkt nach Ludwigsburg. Abfahrt des Busses ist um 12.30 Uhr am Kirchplatz in Jöhlingen. Vor oder nach dem Besuch der sehenswerten Weihnachtsstadt erwarten uns um 14 Uhr bzw. um 15.45 Uhr zwei unterhaltsame Führungen im Ludwigsburger Schloss, denn zwei „Putzfrauen“ machen einen verbalen Rundumschlag und ziehen über ihre Herrschaft her. Das wird bestimmt ein vergnüglicher Spaß für uns alle. Ab 18 Uhr besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen in einem Ludwigsburger Lokal, Rückfahrt ist gegen 20.15 Uhr, der Bus wird wieder gegen 21.30 Uhr in Jöhlingen sein.

Für interessierte Gäste gibt es noch einige freie Plätze im Bus, die Kosten betragen 23 € und können direkt im Bus gezahlt werden. Im Preis eingeschlossen sind die Busfahrt und die 90-minütige Führung im Schloss. Anmeldungen bitte an Valentin Ruppert 07203 7268; Email: vallu@web.de oder an Otmar Lisiecki 0721 85147027; Email: Lisiecki@kabelbw.de.

Wir wünschen uns für diesen attraktiven Halbtagesausflug knackiges Winterwetter, damit auch der Glühwein so  richtig mundet.


Ehrungen beim Cäcilienverein

Auch die Ehrungen für verdiente und langjährige Vereinsmitglieder erfolgte am letzten Samstag, 24.11.2018 im Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Martin durch Präses Harald-Mathias Maiba und die Vorsitzende des Vereins Helga Bärenholz.

Pfarrer Maiba zeigte sich in seiner kurzen Rede sehr erfreut darüber, dass der Kirchenchor nach wie vor in der Lage ist, Gottesdienste und festliche Anlässe im Kirchenjahr mit Schwung und Freude gesanglich zu begleiten. Er sagte, es sei heute nicht mehr selbstverständlich, dass die Sängerinnen und Sänger ganzjährig für diesen wichtigen Dienst zur Ehre Gottes zur Verfügung stünden und dankte allen und auch dem Dirigenten Michael Schwarz mit einem großen Vergelt’ s Gott.

Helga Bärenholz gab in Ihrer Ansprache einen bemerkenswerten Rückblick auf die Entwicklung der Kirchenmusik und die Aufgabe des Kirchenchors im Rahmen des Gemeindegottesdienstes. Sie sagte: „Im Jahre 1868 wurde der „Allgemeine Cäcilien-Verein“ gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die „wahre katholische Kirchenmusik“ zu finden und zu fördern. Die Kirchenmusik erfuhr im Laufe der Jahrhunderte viele Reformen. So waren Gemeindegesänge, wie wir sie heute erleben, epochenweise gar nicht vorgesehen. Beispielsweise während der Barockzeit war die Kirchenmusik Teil der musikalischen Repräsentation weltlicher und geistlicher Fürsten und die kirchenmusikalischen Stile wurden zu Stufen des Gottesdienst- Zeremoniells der Fürstenhöfe.

Das hat sich aber Gott sei Dank geändert, sonst hätten wir als Kirchenchor gar keine Daseinsberechtigung mehr. Jesuiten und Franziskaner setzten Kirchenmusik bewusst als Mittel zum Anreiz für einen Gottesdienstbesuch ein. Wie empirische Studien belegen, ist das Singen im Gottesdienst Glaubensausdruck der Singenden, es fördert die Gemeinschaft und erfüllt den einzelnen mit Freude. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde am 4. Dezember 1963 eine Änderung der Liturgiekonstitution vorgenommen. Diese neue Konstitution stellt die gesamte Kirchenmusik auf neue Grundlagen: die Kirchenmusik selbst, und nicht mehr das Sprechen der Gesangstexte durch den Priester, ist liturgischer Vollzug. Das heißt, dass die Kirchenmusik nun Ausdrucksform der Gemeinde im Gottesdienst ist und dass Chor und Musiker Teil dieser Gemeinde sind. Somit kam es unter anderem zur Förderung von Kirchenchören.

Mit dem Singen von Kirchenliedern kann man Emotionen erzeugen und, wie ich meine, auch verarbeiten; sei es die Freude wie in der Advents – und Weihnachtszeit oder Trauer wie in der Passionszeit oder wir unsere Trauer über verstorbene Vereinsmitglieder heute zum Ausdruck gebracht haben. Mich erfüllt es jedes Mal mit Freude, wenn der Kirchenchor einen Gottesdienst mitgestaltet und wenn es ihm gelingt, mit seinem Chorgesang eine besondere Atmosphäre oder Stimmung im Gottesdienst zu erzeugen und zu verstärken.

Alle Mitglieder, die wir heute ehren, haben den Kirchenchor in seinem Bestreben unterstützt und tun es heute noch, neue Sängerinnen und Sänger zu gewinnen, um seinen Fortbestand zu gewährleisten, damit noch viele Gottesdienste bereichert und die Gottesdienstbesucher „in Stimmung versetzt“ werden können.“

Geehrt wurden heute zwei Sängerinnen, die den Kirchenchor aktiv seit 40 Jahren stützen, die Sopranistin Eva Bofinger und die Altistin Heike Traunfelder. Heike leistet zudem als „Notenwartin“ seit 36 Jahren ganz hervorragende und zuverlässige Arbeit im Kirchenchor. Ein ehemaliger Dirigent sagte dazu: „ich habe bei Chorgemeinschaften noch nie ein so gut strukturiertes Notenarchiv gesehen wie bei Heike“. Wenn das kein Kompliment ist! Beide Damen sind oder waren auch langjährig in der Verwaltung des Vereins aktiv tätig und insbesondere Eva auch bei der Vorbereitung und Durchführung von Festlichkeiten oft im Einsatz.

Ebenfalls auf 40 Jahre allerdings passive Vereinszugehörigkeit blicken Inge Abele,die ehemals aktive Sängerin Anke Kirchgäßner-Kloß und Angelika Schaier zurück. Alle drei sind dem Verein treu verbunden und verfolgen das Vereinsgeschehen nach wie vor mit großem Interesse.

Bisher vom Verein nicht gewürdigt wurde eine 70-jährige Vereinszugehörigkeit. „Das wolle man ab heute ändern“, sagte Frau Bärenholz, „denn 70 Jahre Vereinstreue sind ja weiß Gott nicht selbstverständlich“. Daher wurden unsere inzwischen betagten und bis vor Kurzem noch sehr aktiven Sängerinnen Luise Daum und Lioba Winteroll geehrt, sowie unser ehemaliger Tenor Alfred Daum. Alle drei haben bis zum Schluss mit großer Freude im Kirchenchor zum Lobpreis Gottes gesungen. Ebenfalls 70 Jahre Vereinstreue haben Rita Fuchs und Maria Backhof vorzuweisen, die bis zum heutigen Tag als Ehrenmitglieder den Kirchenchor unterstützen.

Pfarrer Maiba bedankte sich sehr herzlich bei den Jubilaren und übergab eine Urkunde aus Freiburg, unterzeichnet vom Diözesanpräses des Cäcilienverbandes. Frau Bärenholz bedankte sich bei allen Geehrten für die langjährigen Unterstützung und die positive Mitgestaltung und Mitprägung des Vereinslebens mit einer Urkunde des Cäcilienvereins, die Damen des Vorstands Agnes Czemmel und Bärbel Helfrich überreichten einen Blumengruß vom Verein.


Totengedenken

Am Vorabend des Christkönigssonntag gedachte der Cäcilienverein Jöhlingen im Rahmen eines Gottesdienstes auch seiner im Kirchenjahr 2018 verstorbenen Vereinsmitglieder. Die Eucharistiefeier wurde von Pfarrer Harald-Mathias Maiba zelebriert, der Kirchenchor trug zur Gestaltung des Gottesdienstes gesanglich bei.

Der Verein gedachte den verstorbenen Damen mit einem letzten Gruß und einer Gedenkkerze: Erna Müller (verst. 11.12.2017), Hedwig Segewitz (verst. 20.12.2017), Maria Dehm (verst. 18.03.2018), Sieglinde Kreuzinger (verst. 11.05.2018), Hedwig Konstantin (verst. 20.07.2018) und Karola Silvery (verst. 20.10.2018).