Cäcilienfeier 2004

Wieder einmal konnten wir unsere Cäcilienfeiern im Martinussaal durchführen.

Nach dem Liedvortrag „Hebe deine Augen auf“ (von Felix Mendelssohn-Bartholdy) begrüßte Frau Butzke die Gäste aus nah und fern.

Im ersten Teil brachte der Chor wie üblich geistliches Liedgut zu Gehör. Dem Eröffnungsstück folgte ein Marienlied: „Ave Maria“ von Richard Schäfer. Den Abschluss des ersten Teils bildete das Stück „Du bist’s, dem Ruhm und Ehre gebühret“ von Joseph Haydn.

Nun führte Herr Pfarrer Speckert die Ehrungen durch. Es wurden geehrt:

für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft: Frau Christa Winkler und Herr Richard Neller
für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft: Herr Bernhard Volk
Für 40 Jahre passive Mitgliedschaft wurde geehrt: Frau Maria Volk, Frau Gertraud Dehm, Frau Maria Schwartz und Frau Irmgard Bimmler, Herr Rolf Kehren, Herr Wolfgang Bohmüller und Herr Franz Aman

Alle geehrten Personen bekamen außerdem als kleines Dankeschön für ihre Treue von der 1. Vorsitzenden ein Präsent überreicht.

Wie Frau Butzke bereits in ihrer Begrüßungsrede sagte stand der weltliche Gesangsteil der diesjährigen Cäcilienfeier ganz unter dem Motto der Rose – Rosen der Liebe, Rosen am frühen Morgen, Rosen im Herbst und Rosen in südlichen Gefilden.

Dieser Rosen-Reigen wurde eröffnet mit dem Stück „Die Rose (The Rose)“ von Amanda McBroom. Dem fünfstimmigen Chorsatz „Die Rose stand im Tau (Ritornell)“von Robert Schumann folgte „Des Sommers letzte Rose“, einem Irischen Volkslied, welches von Franz Biebl für gemischten Chor bearbeitet wurde.

Der Chor freute sich ganz besonders, dass er in diesem Jahr wieder zwei Solisten in seinem Programm vorstellen konnte.

Den Anfang machte Herr Stefan Keller aus Jöhlingen mit dem Tenorsolo „Auf der Heide blüh’n die letzten Rosen“ von Robert Stolz. Sowohl er als auch Frau Mirjam Bauer aus Kleinsteinbach mit dem Sopransolo „Sah ein Knab ein Röslein steh’n“ verstanden es, die gesamte Zuhörerschaft in ihren Bann zu ziehen. Die beiden meisterhaften Vorträge, am Klavier von unserem Dirigenten Andreas Sekulla begleitet, wurden gekrönt mit dem gemeinsamen Duett „Rosen aus Tirol“ von Carl Zeller. Langanhaltender Beifall zeigte, wie diese drei Stücke vom Publikum aufgenommen wurden.

Mit dem Lied „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein“ von Michael Harden beschloss der Chor den musikalischen Teil des Abends. Das Stück wurde dirigierte unser Vizedirigent Michael Paul, Andreas Sekulla begleitete am Klavier.

In der nun folgenden Pause wurde wieder eine reichhaltige Tombola angeboten.

Was wäre eine Jöhlinger Cäcilienfeier ohne Theaterstück?

Unser diesjähriges Stück trug den Titel „Chaos GmbH & Co -Wir stellen um auf Computer!“ Hierbei handelte es sich um eine „Betriebsprüfung in drei Akten mit unvorhergesehenem Ausgang, von Frank Ziegler“

Eher ruhig und beschaulich zu geht es im Büro der Finanzabteilung der Toilett-Werbe-GmbH, Zweigstelle Niedergrottenolm. Zwar ist man nicht ganz auf dem aktuellen technischen Stand, dafür aber ist immerhin genug Zeit vorhanden, um im Vorzimmer des Chefs Fingernägel zu lackieren, in mystischen Sitzungen das Orakel nach der Zukunft zu befragen oder – ganz wichtig – etwas „original holländische Käsekuche“ zu probieren. Die Chefsekretärin Gisela Herdamit (dargestellt von Beate Maier) und die Schreibkraft Antje van Ültje (Heike Traunfelder) fühlen sich ganz wohl an ihrem Arbeitsplatz.

Doch das Glück ist trügerisch. Hausmeister Helmut Malewski (Alexander Mergel) weiss aus sicherer Quelle, dass zumindest ein Arbeitsplatz gefärdet ist! Die Zentrale in Gütersloh will, dass die Zweigstelle auf Computer umgestellt wird und der Betriebsprüfer Willi Saft (Valentin Ruppert) ist ein ganz „scharfer Hund“, dem einfach nichts entgeht.

Doch die Damen wollen sich nicht so einfach unterkriegen lassen. Zusammen mit der Auszubildenden Uschi Schneider (Tina Fortenbacher), die ansonsten am liebsten das Lottogeld einsammeln will setzen sie auf „Frauenpower!“. Auf den Hausmeister können sie sich nämlich nicht mehr so recht verlassen, hat der sich doch auf den ersten Blick in die Computerfachfrau Trudi Megabyte (Nicole Burger) verliebt. Für seine Kolleginnen ist das schlicht und einfach Verrat. Aber so ist es nun mal, Männer denken angeblich immer „nur mit der Hose!“. Während dem Filialleiter Dr. Herbert Schönbrot (Wolfgang Müller) die Situation so langsam über den Kopf wächst und er seine Sorgen in Alkohol zu ertränken versucht zeigt sich, dass nicht nur „Helmi-Baby“ sondern auch die Computer-Trudi eigentlich ganz auf Seite der Angestellten stehen. Trudi empfiehlt, dringend einen Betriebsrat zu wählen, der die drohende Entlassung abblocken könnte. Doch noch vor dieser Wahl stellt sich heraus, dass der Chef mit der „Holland-Tante“ ein heimliches Verhältnis hat, für Frau Herdamit ganz klar von ihrer Kollegin nur aus dem einzigen Grund begonnen, um deren eigenen Arbeitsplatz zu sichern. Für sie Grund genug, die Betriebsratswahl zu boykottieren! Und plötzlich sieht es so aus, als hätte jetzt sie alle Trümpfe in der Hand. Aber niedergeschlagen erkennt sie, dass sie das eigentlich gar nicht will. Während nun also allen andern die Kündigung droht ist es allein Trudi, die die ganze Situation noch retten könnte. Aber die Zeit eilt, denn ein Überraschungsbesuch hat sich angesagt: „Pii. Wii. Smith“ (Jochen Schlegelmilch), der Oberboss aus New York, USA, hat sich höchstpersönlich zum Kontrollbesuch angesagt.

Aber dann gibt’s doch noch ein Happy-End, denn nachdem Trudi ihren Auftrag mit Bravour erfüllen konnte und der Pii-Wii-Amy beim Kurzbesuch einfach die Rollen neu verteilte findet schließlich jeder wieder seinen Platz im Leben, nur für den „Safti“ heißt es schließlich, sich im Arbeitsamt registrieren zu lassen…




Unsere vereinseigene Theatergruppe unter der bewährten Leitung von Valentin Ruppert hat auch in diesem Jahr wieder Großartiges geleistet und gezeigt, was in ihr steckt. Der Ehrgeiz und das Engagement zeichnet diese Gruppe immer wieder aus. Am minutenlangen Beifall des Publikums konnte man erkennen, dass es allen außerordentlich gut gefallen hat. Alle Mitwirkenden – nicht zu vergessen der Souffleur Uwe Maier sowie der Spielleiter Valentin Ruppert – haben sich wieder einmal selbst übertroffen und bekamen von Frau Butzke ein Präsent überreicht.

Ein besonderer Dank ging natürlich wieder an Herrn Gerhard Paul, unseren Bühnenbildner. Er hat einmal erneut demonstriert, dass in ihm noch jede Menge immer wieder neuer Ideen bestimmt für noch viele, viele weitere Bühnenbilder stecken. Frau Butzke bedankte sich bei Herrn Paul mit einem Präsent. Ebenso erhielt auch Frau Paul ein Präsent für die vielen Stunden, in denen sie auf ihren Mann verzichten musste.

Ein weiterer Dank ging an alle Helferinnen und Helfer, die bei den umfangreichen Vorbereitungen und am gelungenen Ablauf der beiden Cäcilienfeier-Abende beteiligt waren. Ein großes Lob und Dankeschön gehörte auch den Spendern, die zur reichhaltigen Tombola beigetragen hatten sowie allen Besucherinnen und Besuchern für ihren Applaus.