Liebeslieder im Zeitgeist von fünf Jahrhunderten

Cäcilienfeier 2013

23. und 24. November.

Chorgesang und Theaterspiel, Ehrungen und Tombola – diese Programmmischung bewährt sich bei den Cäcilienfeiern in Jöhlingen seit vielen Jahren und konnte auch in diesem Jahr bestens gefallen. Der Martinussaal jedenfalls war an beidenAbenden „ausverkauft“.

„Liebesliedern im Zeitgeist von fünf Jahrhunderten“ hieß das Motto des musikalischen ersten Teils des Abends. Die Chöre des Vereins, der Kirchenchor und der ChorColores, beide unter der souveränen Leitung ihres Dirigenten Tobias Flick und am Klavier akzentuiert begleitet von Philipp Zedelius, trugen insgesamt zehn geistliche und weltliche Liebeslieder aus dem 16. bis zum 20. Jahrhundert vor und ernteten dafür herzlichen Beifall.

Der Kirchenchor steuerte sieben Lieder bei: „So ihr mich liebt“ (Thomas Tallis), „Jungfrau, dein schöne Gestalt (Hans Leo Hassler), den Kanon „Adieu, sweet Amaryllis“(Richard Brown), „Ich bete an die Macht der Liebe“ (Dimitri Bortniansky), „Erlaube mir, fein`s Mädchen“ (Johannes Brahms), „Ins Wasser fällt ein Stein“ (Anonymus) und den „Badewassersong“ (Schönberger/Coburn/Rose), der im Mai dieses Jahres gegründete ChorColores hatte seine Bühnenpremiere und konnte mit drei Liedern überzeugen: „Kickehihi, hahahaha“ (J. H. Schein), dem Kanon „Das böse Weib“ und „Die Harmonie in der Ehe“ (beide Josef Haydn).

Die Vorsitzende Monika Jakob begrüßte herzlich und führte gekonnt und redegewandt durch die Veranstaltung. Zusammen mit Pfarrer Harald-Mathias Maiba ehrte sie verdiente aktive und passive Mitglieder und übergab dem Bauförderverein der beiden Pfarrgemeinden St. Martin Jöhlingen und Maria Königin Wössingen einen Scheck für die Renovierung der Orgel in der Pfarrkirche in Jöhlingen. Es war dies der Reinerlös des Kirchenkonzerts des Vereins vom Frühjahr.

Die Theaterspielgruppe unter der Leitung und Regie von Valentin Ruppert sorgte mit dem Schwank „Opa, es reicht“ von Bernd Gombold vor der von Bernd Jakob federführend neu gebauten und Alexander Mergl künstlerisch gestalteten Kulisse nach der Pause für höchstes (Lach)-Vergnügen. In diesem auf einem Bauernhof angesiedelten turbulenten Stück treibt der immer zu Streichen und Intrigen aufgelegte Opa Karl (Valentin Ruppert) seine geizige und raffgierige Schwiegertochter Magda (Heike Traunfelder) und seinen gutmütigen Sohn Paul (Wolfgang Müller) an den Rand des Wahnsinns.

An seiner schon sehr verwirrten Frau (Monika Jakob) beißt sich inzwischen der tollpatschige und trinkwillige Versicherungs- und Staubsaugervertreter Friedhelm Friedlich (Jan Kühner) die Zähne aus, die hübsche Enkelin Sylvi (Karin Traunfelder), kommt schwanger aus Italien zurück und ihr heimlicher Freund Thomas (Alexander Mergl) muss laut Opas Regie aus dem Holzschopf einen von der Mafia verfolgten Italiener spielen. Zu allem Unglück baut noch ein Einbrecher mit Opas Motorrad einen Unfall und das geschädigte und vornehme Urlauberehepaar Grabemann (Beate Maier und Jochen Schlegelmilch) ist gezwungen, auf dem Bauernhof zu übernachten. Selbst Magda wünscht sich, dass alles so wie früher wäre, als der Opa noch da war… Die begeisterten Zuschauer spendeten den neun Laienschauspielern dankbaren und herzlichen Applaus.

Die Theaterspielergruppe:

vLnR: Jan Kühner, Beate Maier, Wolfgang Müller, Heike Traunfelder, Jochen Schlegelmilch, Spielleiter Valentin Ruppert, Monika Jakob, Karin Traunfelder, Alexander Mergl

13.11.13 / OL