„Heut‘ kratzen wir ab, den Männern den Lack!“

Bericht vom Fasching 2014:

Es feiert Fastnacht mit Humor in Jöhlingen der Kirchenchor

„Die Männer hier sind Loooser, wir Frauen, wir sind Spitze!“

Die „Black Eagle Sisters from Walz River Valley“, also die „Sängerinnen vom Schwarzen Adler aus Walzbachtal“ Beate Maier, Tanja Koch, Sibylla Lisiecki, Uschi Schwab, Anneliese Vollmer, Monika Jakob, Karin Pitz, Marita Silvery, Ilona Pfeiffer und Lucia Ruppert am Akkordeon konnten es zunächst nicht lassen, über ihre Männer herzuziehen und mit bekannten Liedern über diese zu spotten. Der eine Mann wollte nach Hause von der Hochzeitsreise „fliege mit mir in die Heimat…“. Der Andere wünschte bei einer Schiffsreise nicht nur getrennte Zimmer sondern sogar verschiedene Schiffe und der Nächste lies sich von seiner Frau unter den Tisch trinken. Eine Frau lernte ihren Mann im Unterdorf kennen und der erzählt heute, das sei ein Versehen gewesen, er habe nur seinem Hund gepfiffen. Zum Schluss kommen sie aber alle mit der Erkenntnis raus: „Was wären wir Frauen ohne unsere Männer!“

Gut gelaunte und verkleidete Narren, tolle Stimmung, lustige Büttenvorträge und viel Gesang bestimmten die Fastnacht beim Jöhlinger Kirchenchor. Valentin Ruppert führte mit viel Witz durch die von ihm und Tanja Koch bestens organisierte Veranstaltung. Lothar Weber aus Landau traf mit seiner mitreißenden Musik voll den Geschmack des Publikums und brachte sofort Stimmung in den schön geschmückten Martinussaal.

„Mollig ist herrlich, mollig ist schön“ schwärmte die Vorsitzenden des Cäcilienvereins Monika Jakob und zählte viele Vorteile des „Dickseins“ auf.

Das nicht immer einfache Lebens eines „Jungseniors“, der schon mehr als die Hälfte seines Lebens rum hat, erzählte in lustigen Reimen Valentin Ruppert. Später mutierte er zum „Rentner“ und sang ein Loblied auf den Mann, der er früher war. Auch George Clooney würde in 15 Jahren nicht mehr so gut aussehen, meinte er. Der „Jungsenior“ und „Rentner“ wurde angesagt von Ilona Pfeiffer: Zunächst erklärte sie die Badener aus der Sicht einer Norddeutschen. Später verriet sie, dass sich das Kofferpacken im Laufe des Lebens doch sehr geändert habe. Früher nahm sie schicke Kleider und Kosmetika mit in den Urlaub. Heute sind es u. a. Tabletten, Tröpfchen, Rheumamittel und ein Döschen fürs Gebiss.




Die „Champs vom CeVau“ Monika Jakob und Beate Maier waren wieder einer der Höhepunkte. Sie kamen mit Fußfesseln und Pranger auf die Bühne, als Strafe, da sie die Bleistifte des Kirchenchores mehrfach verschlampt und Blümchen in die Noten gemalt hatten. Sie plauderten wieder humorige, lustige und mehr oder weniger peinliche Begebenheiten einzelner Mitglieder im Vereinsleben aus.

Ein weiteres Highlight des Abends war zu aller Freude Pfarrer Maiba. Er kam als „Egon von der letzten Kirchenbank“, wo er dem „Jakob‘schen Chor“ lausche und riet, beim Friedensgruß im Winter lieber die Handschuhe anzulassen.



Valentin Ruppert bedankte sich am Ende des Programms bei seiner Mitstreiterin Tanja Koch (die Beiden sind die Organisatoren der CV Fastnacht), die im Hintergrund die Fäden gezogen und vieles mit organisiert hat. Bei Ilona Pfeiffer bedanke er sich für die netten Ansagen und bei allen Aktiven auf der Bühne fürs Mitmachen. Danke sagte er dem Team Catering mit Walter und Patrizia Hess, Beate und Uwe Maier hinter der Bar, beim Auf- und Abbautrupp und bei den vielen ungenannten Helferinnen und Helfer, ohne die eine solche Veranstaltung gar nicht möglich wäre.

Eine Superstimmung herrschte bis in den frühen Morgen an der Bar, die wie immer von Beate und Uwe Maier souverän betreut wurde. Alle Akteure bekamen nach ihrem Auftritt dort einen Freitrink und der Moderator Valentin Ruppert hatte sogar eine Flatrate. Alle waren sich einig: Es war ein wunderschöner lustiger Fastnachtsabend mit toller Musik, viel Lachen und grandioser Stimmung.

26/05/14-IP